News aus Brandenburg
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Archiv für Februar 2010

Alpincenter in Wittenburg

Aus der Serie “365 Entdeckungen in Mecklenmburg Vorpommern”…

27. Februar: Alpincenter Hamburg-Wittenburg

Après-Ski-Partys und Brunch mit Schneegarantie für die ganze Familie
Schnee das ganze Jahr über verspricht das Alpincenter Hamburg-Wittenburg.
Auf 30.000 Quadratmetern finden Gäste in dem Indoor-Schneepark Ski-Bereiche verschiedener Art, darunter einen 40 Meter langen Übungshang für Anfänger, eine 330 Meter langel blaue Piste mit 17 Prozent Gefälle, eine 330 Meter lange rote Piste für passionierte Skifahrer mit einem Gefälle von bis zu 31 Prozent, einen Freestyle-Bereich und einen so genannten Tubing-Bereich, auf dem Gäste eine 60 Meter lange Bahn mit einem großen Reifen bergab fahren können. Wer nicht Ski fahren kann, bucht einfach einen Kurs in der Ski-Schule, die sich ebenfalls im Alpincenter befindet. Nach den Tagen auf der Piste laden die Veranstalter zu Après-Ski-Partys ein. Jeden Sonntag von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr können Besucher am Sonntags-Brunch mit Blick auf die verschneite Winterwelt teilnehmen. Das Alpincenter ist in den Wintermonaten von Oktober bis März täglich von 10.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet. Am 27. Februar laden die Veranstalter zu einem Familienfest mit Rodelbahn und Schneekarussell ein.

Weitere Informationen: hier

Alfred Wegener, der Polarforscher

Staunen Marke Brandenburg

Auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg haben zahlreiche Erfinder, Nobelpreisträger, Literarturgenies und andere Berühmtheiten gelebt und gearbeitet. In einer Serie erinnern wir sowohl an bekannte als auch teilweise vergessene Personen und machen Lust auf Ausflüge zu den Schauplätze ihres Wirkens.

Heute:
Alfred Wegener, Polarforscher, Meteorologe und Geophysiker (1880 – 1930), verbrachte viel Zeit in Zechlerinerhütte bei Rheinsberg und arbeitete am Aeronautischen Observatorium in Lindenberg bei Beeskow

Vom Grönlandeis an die Rheinsberger Seenkette
Ständige Ausstellung über Alfred Wegener in Zechlinerhütte
Als der Polarforscher Alfred Wegener 1930 zu seiner tragisch endenden vierten Grönlandexpedition aufbrach, galt er als erfahrener Wissenschaftler. Er hatte zuvor auf mehrmonatigen Erkundungen sowohl die Schönheiten als auch die Risiken und tödlichen Gefahren des ewigen Eises kennen gelernt. So baute er 1904 bei Danmarkshavn an der Nordostküste die erste meteorologische Station Grönlands für den Aufstieg von Drachen und Fesselballons auf, musste aber den Tod seines Expeditionsleiters und zweier Gefährten verkraften.
1912/1913 gehörte er zu den ersten Wissenschaftlern, die auf Grönland überwinterten. Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, die um Haaresbreite tödlich endete. Nur wenige Kilometer vor einer westgrönländischen Siedlung waren der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel ausgegangen, selbst das letzte Pony und der Hund wurden verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber von einem Pastor aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.
Trotz dieser bitteren Erlebnisse entschloss sich Wegener 1929 zur dritten Reise, auf der er unter anderem neuartige Propellerschlitten testete. Ein Jahr später machte er sich als Expeditionsleiter auf den Weg nach Grönland, um von drei Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises zu messen.
Auf dem Rückweg von der in das Eis gegrabenen Forschungsstation, die Wegener mit Lebensmitteln versorgt hatte, kam er vermutlich am 16. November 1930 durch Herzversagen ums Leben. Sein sorgsam im Eis ausgehobenes Grab wurde am 12. Mai 1931 gefunden. Sein grönländischer Begleiter Rasmus Villumsen blieb genau wie Wegeners Tagebuch verschollen.

Alfred Wegener erwarb sich nicht nur durch seine Grönlandexpeditionen einen bleibenden Platz in der Wissenschaft, sondern vor allem durch seine Theorie der Kontinental-verschiebung. Anhand des ähnlichen Kurvenverlaufs der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste verfolgte er ab dem Herbst 1911 die Theorie von einem Urkontinent, der zerbrochen und auseinander gedriftet war.

Staunen über Alfred Wegener in Zechlinerhütte

1886 erwarb Richard Wegener, der Vater von Alfred Wegener, das Direktorenhaus der ehemaligen Glashütte in Zechlinerhütte bei Rheinsberg. Hier verlebte die Familie viele Sommerwochenenden und Feiertage. Alfred und sein Bruder Kurt verbrachten im Haus und an den Seen viele unbeschwerte Stunden. Als Erwachsener knüpfte der dann schon erfolgreiche Wissenschaftler daran an und erholte sich hier mit seiner Frau Else nach den langen Grönlandexpeditionen.

Heute beherbergt das Haus in der Ortsmitte eine Ausstellung über den Grönlandforscher. Heftige Windgeräusche aus Lautsprechern stimmen den Besucher auf die Arktis ein.
Unter den 70 Exponaten in drei Räumen ragt der geflochtene Korb eines Forschungsballons heraus, der aus dem Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow stammt. In einem solchen Korb hatten Alfred Wegener und sein Bruder 1906 mit einer 52-stündigen Ballonfahrt einen Dauerrekord aufgestellt. Außerdem können zwei Eisnägel bewundert werden, die 1930 Wegener zum Befestigen seines Zeltes auf einem Gletscher benutzte. Ein Berliner Extremsportler hatte die kostbaren Heringe vor Jahren auf einer Kanufahrt um Grönland zusammen mit einer Hundefutterdose aus Blech am Fuß des Gletschers gefunden.

Das kleine Museum verschließt sich aber auch dem aktuellen Klimawandel nicht und fordert auf einem kleinen Lehrpfad zum Beantworten aktueller Fragen auf. Ein dritter Raum zeigt Einrichtungsgegenstände aus dem Ferienhaus der Wegeners.

Infos:
Alfred-Wegener-Gedenkstätte,
Rheinsberger Str. 14, 16831 Zechlinerhütte,
Tel. 033921 / 70 217, www.zechlinerhuette.com
Geöffnet täglich 10 bis 16 Uhr.

Filzschuhe

Für alle “Filz-Stifte” und die, die es noch werden wollen!

Filzen! Das ist etwas für Groß und Klein. Was früher not- und aufwendig war um sich mit warmer Kleidung in der kalten Jahreszeit zu versorgen, ist heute einfach schick und macht Spaß.
Im brandenburgischen Rheinsberg gibt es eine kleine, gemütliche Werkstatt in der Mühlenstraße, in der Kinder und Erwachsenen das alte Handwerk erlernen und anwenden können. Wolle gibt es dort in jeder Farbe des Regenbogens und Inspiration liefern die kleinen Puppen, Schuhe, Schals, Hüte und Tiere zur Genüge. Die Betreiberin und “Filzmeisterin” Brigitte Rau führt bis zu 6 Personen auf einmal in die alte Kunst ein und verrät anschaulich so manchen Dreh und Kniff. Jeder fängt mit einem Filzball an, um ein Gespür für das Material zu bekommen. Danach geht es in jede beliebige Richtung weiter und nach ein paar Übungsstunden kann man sich dann auch schon einmal an einen Hut oder eine Handtasche wagen. Wo es beim Verzieren der Oberflächen mit dem sogenannten Naßfilzen nicht mehr weitergeht, kommen Filznadeln beim Trockenfilzen zum Einsatz. Mit viel Vorsicht (denn die ca. 10 cm langen Nadeln sind sehr spitz) entstehen dann die tollsten Muster und so bekommen auch die Handpuppen und Tiere ihre lebendigen und charakterstarken Gesichter.
Sobald der bunte Filz-Fisch vor der Tür steht, ist die Werkstatt geöffnet und Termine für die Filzstunden oder Bestellungen können entweder persönlich oder telefonisch gemacht und aufgegeben werden.

“Verfilzt & Zugenäht”
Brigitte Rau
Mühlenstraße 20
16831 Rheinsberg
Tel.: 0160-77 513 26

Moeckelhaus in Bad Doberan

Entdeckungen vom 19. bis 25. Februar 2010

19. Februar:
Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan
Spielzeugausstellung lädt zum Ausprobieren ein
Das Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan zeigt die Ortsgeschichte des Heilbades und des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Ortsteiles Heiligendamm. Domizil des Museums ist die aufwendig sanierte neogotische Villa des Baumeisters Gotthilf Ludwig Möckel, der unter anderem auch das Schloss Gelbensande, das Ständehaus in Rostock und die Erlöserkirche in Potsdam projektierte. Noch bis zum 10. April zeigt das Museum eine Spielzeugausstellung, die zum Teil auch getestet werden kann. Themenschwerpunkt sind Gesellschaftsspiele. Mehr als 100 Spiele und Musikinstrumente sowie etwa 40 Puppen aus den Jahren 1900 bis 1970 werden präsentiert. Zu den Spielen gehört etwa “Der kleine Schaffner” von 1930 oder ein Tierpuzzle von 1928. Daneben locken eine Westernburg mit Indianerburg, alte Puppenwagen und Würfelspiele nach Bad Doberan. Neben der Spielzeugsammlung zeigt die ständige Ausstellung alte Stadtansichten, medizinische Geräte, Reiseutensilien und Bademoden.

Öffnungszeiten
bis 14. Mai 2010:
Di – Do = 10.00 bis 12.00 Uhr / 13.00 bis 16.00 Uhr
Sa = 12.00 bis 16.00 Uhr
ab 15. Mai 2010 (bis 15. September 2010):
Mo – So = 10.00 bis 12.00 Uhr / 13.00 bis 16.00 Uhr

Weitere Informationen gibt es hier.
(Foto: Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan)
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20. Februar:
Rügenhof Kap Arkona in Putgarten

Von weißen Zwergen, Schweinen und Rauchwurst
Wer nach einem besonderen Souvenir der Insel Rügen sucht, der ist am nördlichsten Punkt, am Kap Arkona, genau richtig. Der Rügenhof ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Deutschlands größter Ferieninsel und zählte 2009 rund 700.000 Besucher. Auf dem ehemaligen Gutshof, heute als Handwerkerhof genutzt, werden rügentypische Produkte wie Sanddorn oder Kreide angeboten. Letztere wird in Form von kleinen weißen Zwergen präsentiert, den so genannten Rügener Kreidemännchen. Daneben befinden sich auf dem Hof unter anderem ein Café, eine Korbflechterei, eine Kleider-, eine Filz- sowie eine Schmuckwerkstatt, in der Gäste selbst Schmuck herstellen können. Zahlreiche Veranstaltungen runden das Angebot des Hofes ab. So findet am 14. und 15. März ein Schlachtefest unter dem Slogan “Allet wat uns Swin het” statt, bei dem Besucher zusehen können wie Fleisch- und Wurstwaren hergestellt werden. Probiert werden können Eisbein, Sülze, Grützwurst oder Schmalz.
Der Rügenhof hat täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Des Weiteren sehenswert am Kap Arkona sind die 45 Meter hohe Steilküste, der Burgwall der Jaromarsburg, zwei nebeneinander stehende Leuchttürme, ein Peilturm sowie zwei Militärbunker.

Weitere Informationen gibt es hier.
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21. Februar:
Indoor-Spielplatz “Mumpitz” in Wismar

Ü-18-Tobe-Partys versetzen Erwachsene zurück ins Kindesalter
Seit 2008 gibt es in Wismar den Indoor-Spielplatz “Mumpitz”, der insbesondere bei Familien, die im Westen Mecklenburg-Vorpommerns ihren Urlaub verbringen oder wohnen, sehr beliebt ist. Auf zwei Ebenen und insgesamt 3.000 Quadratmetern finden Kinder unter anderem einen Rauch speienden Klettervulkan, Go-Karts, Großtrampoline, ein Labyrinth, ein Mehrzweck-Fußballfeld und einen Krabbelbereich. In diesem Jahr planen die Betreiber zwei Neuerungen: Zum einen sollen zur Saison so genannte “Schlafpartys” veranstaltet werden. Dabei können Eltern ihre acht bis zwölf Jahre alten Kinder am frühen Abend zum “Mumpitz” bringen und sie dort unter den Augen der Betreuer spielen und toben lassen. Es werden Filme gezeigt, Märchen vorgelesen, und es gibt verschiedene Snacks. Aber nicht nur Kinder sind als Gäste willkommen, denn geplant sind zum anderen “Über-18-Tobe-Partys”. Hier sind Erwachsene eingeladen, alle Kinderspielgeräte auszuprobieren und sich ins Kindesalter zurückversetzt zu fühlen.
Das “Mumpitz” ist montags bis freitags von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie am Wochenende und in den Ferien von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.Indoor-Spielplätze gibt es unter anderem auch in den Städten Rostock und Schwerin sowie auf der Insel Poel.

Weitere Informationen gibt es hier (über das “Mumpitz”), hier (über das Kinderland in Rostock), hier (über das “Wumbawu” in Schwerin) und hier (über die Insel Poel).

Urlaub mit Kindern

Wie oft hören Eltern diesen Satz?

Aber dagegen ist in Rheinsberg und Umgebung ein Kraut gewachsen!
Für Eltern mit noch nicht schulpflichtigen Kindern gibt es in dem brandenburgischen Städtchen zu jeder Jahres- und Tageszeit und jedem Wetter etwas zu erleben. So bieten die Bioranch in Zempow und das Müritzeum in Waren/Müritz tierische Abenteuer für Groß und Klein an. Im Winter locken die Wölfe im Tierpark Kunsterspring mit Ihrem schaurig-traurigen Geheul und im Sommer kann man sich das Eis mit über 365 Geschmacksrichtungen zum Selbermixen, der wohl kleinsten Eisfabrik der Welt, in Rheinsberg bei der Eiszauberei schmecken lassen. Tagsüber genießt man die Natur am besten während einer Fahrt, vorbei an urtümlichen Seen und Wäldern, mit der Pferdekutsche und im Dunkeln weiß der Naturführer Robert Franck viel wissenswertes und interessantes über die Tiere der Nacht zu erzählen und zu zeigen. Gespannt kann man dann erraten, ob das, was man gerade hört, ein rufendes Käuzchen oder ein bellender Rehbock ist. Mit ganz viel Glück lassen sich die scheuen Geschöpfe auch manchmal für kurze Zeit sehen. Dann geht´s ab ins Bett in einem der vielen Unterkünfte in der brandenburger Umgebung. Da ist für jede Preisklasse und für jedem Anspruch etwas dabei. Angefangen bei einigen der privat geführten Pensionen, die über die Tourist-Information in Rheinsberg vermietet werden, bis hin zum 4*-Hotel Best Western Premier Marina Wolfsbruch, welches vom Hotelzimmer bis zum Ferienhaus für 6 Personen, Unterkunft sowie Verpflegung und vieles mehr zu bieten hat.
Und das beste ist, man hat freie Terminwahl für den Urlaub mit den Kleinen, da diese ja noch nicht an Ferienzeiten gebunden sind! Somit können Mama und Papa die Auszeit vom Kindergartenalltag in Ruhe planen und die Kleinen können den Besuch der Mecklenburgischen Seenplatte zusammen mit den Eltern oder Großeltern in vollen Zügen genießen.

Zurück im Kindergarten gibt´s dann ganz bestimmt viel Aufregendes  zu erzählen!

Wolfsrudel im Tierpark in Kunsterspring

Die Tiere von der Kunster

Die Bewohner des Tierparkes Kunsterspring (bei Neuruppin im brandenburgischen) haben es auch bei diesem winterlichen Wetter, dank liebevoller und kundiger Pflege, gut. Die Heger bieten geführte Touren durch den Park für Erwachsene und Kinder, mit interssanten Geschichten über die unterschiedlichen Tiere, an. Skippy und Tillie, die possierlichen Fischotter, sind natürlich auch mit von der Partie und freuen sich über ihre tägliche Portion Fisch. Die kleinen Raubtiere sind sehr geschickt, gleichermaßen im Wasser, wie an Land und erobern schnell die Herzen der großen und kleinen Besucher. Ihre wilden Verwandten sind nicht wählerisch bei der Futtersuche und lassen sich Eier, Insekten, kleine Amphibien und natürlich Fische schmecken. Auch unvorsichtige Vögel lernen dann die kleinen spitzen Zähne der Räuber kennen. Drei bis vier Kilogramm Futter braucht so ein Wassermarder um satt zu werden. Dabei legen sie lange Strecken innerhalb ihrer Reviere zurück.
In Kusterspring dagegen, haben sie es natürlich etwas einfacher. Aber ihre Geschichte hat gar nicht so einfach begonnen. Diese und andere Erlebnisse erzählen die Pfleger dort bestimmt gern.

Die Termine dafür und für viele andere Führungen gibt´s hier.