Urlaub Mecklenburgische Seenplatte


31. August 2010

Noch Ruhe vor dem Kranich-Ansturm

Category: Allgemein – Erster Maat – 17:10

Quelle: Ruppiner Anzeiger, vom 27. August 2010

An Europas größtem Kranich-Rastgebiet in und um Linum rüstet der Naturschutzbund (Nabu) für den Herbst-Ansturm der geschützten Tiere. Mitte September werden hier die ersten Kraniche aus Skandinavien und dem Baltikum erwartet.
Schon jetzt steht das Telefon bei Henrik Watzke von der Storchenschmiede Linum nicht still: Viele Neugierige wollen von dem Nabu-Mann wissen, wann denn die tausende Kraniche endlich wieder da sind. “Das dauert noch ein bisschen, sagt er immer freundlich, wenn Sie die Vögel aus dem hohen Norden meinen.” Denn auch in unseren Breitengraden gebe es eine Population von etwa 2.000 Brutpaaren. „Die sieht man normalerweise nicht, weil der Kranich ein scheues Tier ist. Nur wenn es in Richtung Süden geht, kann man die riesigen Kranichverbände sehen, wenn die Verwandten auf Durchreise dazukommen”, so der Naturschützer.
Den Vogel-Boom im Frühjahr und Herbst gebe es seit etwa 15 Jahren im Rhinluch. Das habe vor allem mit dem reichlichen Futterangebot zu tun, erklärt Watzke. Mehr als 75 000 Tiere seien im vergangenen Jahr in der Spitze im Luch gezählt worden. Und das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. „Die Kraniche wissen nicht nur bei uns in der Region, den intensiven Maisanbau sehr zu würdigen – bei der Ernte fallen ja viele Körner zu Boden, die die Vögel aufpicken können”, setzt der Nabu-Mann nach.
Generell nehme die Gesamtpopulation europaweit zu, weil die Vögel nicht mehr unbedingt nach Nord- und Westafrika fliegen, sondern in Sudwesteuropa in Spanien und Teilen Frankreichs Überwintern. Damit sind mehrere hundert Kilometer Zugweg weniger zu absolvieren. Das hat indirekten Einfluss auf die Sterblichkeit. Diese nehme hierdurch stark ab.
Obwohl noch rund drei Wochen Zeit bis zum Eintreffen der Zugvögel bleiben, ist Rastplatzbetreuer Ekkehard Hinke schon in die Vorbereitungen für das diesjährige Naturschauspiel eingestiegen. Hauptaufgabe ist derzeit, genügend Mais für die Ablenkfütterüngen zu bekommen. Das könnte durch die nicht so optimale Ernte in diesem Jahr schwierig werden. „Ich bin da aber guter Hoffnung, dass Ekkehard Hinke dies in bewahrter Manier hinbekommt”, so Watzke.
Übrigens: Die Storchenschmiede finanziert aus eigenen Mitteln eine Tonne Futtermais.
Apropos Kranichzählungen: Neue Freiwillige sind den Linumer Naturschützern sehr willkommen. Sie können sich in der Storchenschmiede unter Tel. 033922-50 500 melden.

Der perfekte Ort um die scheuen Vögel in der Mecklenburgischen Seenplatte zu beobachten, ist übrigens das ****-Hotel Best Western Premier Marina Wolfsbruch. Die Gegend um die Hotelanlage mit Yachthafen wird gern von den einzigen Vetretern der Familie der Kraniche (lat.: Grus Grus) als Rastplatz genutzt. Die einmaligen Rufe der “grauen Überflieger” hört man laut und deutlich.

Buchungen von Ferienhäusern für die ganze Familie und Informationen unter Telefon 033921-8 7.



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