Artikel-Schlagworte: „Eiszauberei“

Quelle: Märkische Allgemeine, 01.09.2010
RHEINSBERG – Das Herz der Eiszauberei ist silbern und hat einen großen Hebel an der Seite. Ein Zug daran befördert das Eis in die Waffel, in jeder gewünschten Geschmacksrichtung. Mit 365 Sorten, für jeden Tag eine, wirbt die Eiszauberei. Das Geheimnis dieser Vielfalt sitzt in der Maschine. Sie mischt ein Basiseis mit Zutaten, die sich der Kunde aussucht.
Seit 20 Jahren verdient der Rheinsberger Wolfgang Brasch, Inhaber der Eiszauberei, sein Geld mit den Mischmaschinen. Begonnen hat alles mit einer Zeitschrift. „Geschäftsidee“ hieß die, und genau danach suchte Wolfgang Brasch im November 1989. Er entdeckte Whirla Whip, ein Franchise-Unternehmen aus den USA, das mit solchen Maschinen arbeitete. Brasch nahm Kontakt auf und wurde im Sommer 1990 Master-Franchisenehmer für Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Er bekam nicht nur eine Maschine, sondern auch das Recht, weitere Franchisenehmer zu gewinnen. Sein Geschäft entwickelte sich in den nächsten Jahren gut. Er übernahm weitere Gebiete, bis er 1994 der einzige Master-Franchisenehmer in Deutschland war.
Für Whirla Whip selbst lief es gleichzeitig offenbar nicht so gut. 1994 wurde die Deutschlandzentrale in Berlin aufgelöst, die Europazentrale in Österreich folgte kurz danach. Der Kontakt von Wolfgang Brasch zu der Firma riss ab. 1996 flog er spontan zu einer Messe nach New Orleans, um den Franchisegeber zu treffen – doch der war nicht da. Also setzten sich Brasch und seine Frau Viola in ein Taxi und suchten nach der Firmenzentrale – ohne Erfolg. Also machte er allein weiter, baute selbst Mischmaschinen. 1997 firmierte er zur Eiszauberei um.

An rund 70 Standorten in Deutschland stehen inzwischen seine Maschinen, fast ausschließlich bei Lizenzpartnern. Sie integrieren Maschine und Theke in ein bestehendes Geschäft, etwa ein Café oder ein Hotel. „Wir haben sogar ein Taxiunternehmen.“ Dessen Inhaberin hat ein kleines Eiscafé eröffnet, fährt aber nebenbei noch. Brasch hat die Eismaschine außerdem in 17 Länder exportiert. Meistens nur eine pro Land – außer in Russland. Dort gibt es über 100, die von einem lokalen Partner beliefert werden.
Fünf Mitarbeiter und drei Werksstudenten arbeiten in der Eiszauberei-Zentrale an der Rheinsberger Königsstraße. Dort werden die Maschinen montiert und die Büroarbeit gemacht. Das Basiseis lässt Brasch bei Partnern produzieren, nach eigenen Rezepten. Fünf Sorten gibt es, darunter ein Bioeis und eines für Diabetiker und Laktoseallergiker.
Auch die Maschinen hatten sich verändert, erzählt Brasch. Das US-Modell, das er im Mai 1990 kaufte, hatte Schwächen. „Da stimmte noch nicht alles.“ Er fand den Hebel zu schwergängig, den Rückstandsbereich nicht hygenisch. Also konstruierte er sie mit seinen Leuten um, und tauschte Teile aus. Selbst das Modell, das er heute vertreibt, findet er nicht perfekt. „Ich habe schon die nächste Maschine im Kopf.“ Erst mal aber muss Brasch etwas anderes entwickeln: Er will mehr Franchisenehmer gewinnen und setzt auf Existenzgründer. Denen will er ein fertiges Einrichtungskonzept für Eiszauberei-Cafés in drei oder vier Größen anbieten, je nach Laden und möglicher Mitarbeiterzahl. Prototyp soll das eigene Eiscafé an der Rheinsberger Königstraße werden.
Die Eiszauberei feiert in dieser Woche Jubiläum. Dazu gibt es Aktionen im Geschäft an der Königstraße. Am Sonntag, 5. September, ab 14 Uhr steigt dort ein Jubiläumsfest. (Von Carsten Schäfer)

In Rheinsberg gibt es die “wohl kleinste Eisfabrik der Welt”!
Der Rheinsberger Wolfgang Brasch betreibt mit seiner “Eiszauberei” wahrlich wunderbares und -sames Eis. Das Besondere? Die Idee ist sowohl einfach, als auch genial: Sie können sich wünschen, was alles ins Eis kommt!!!
Man kann zwischen drei Eisbasen entscheiden (Milch-, Joghurt- und Schokoeis) und dann geht es richtig los! Egal, ob Erdbeeren, Sanddorn, Tropicmix, Apfel, grüner Pfeffer, Knoblauch, Smarties, Knusperflocken, Krokant…oder, oder, oder. Den Variationen sind keine Grenzen gesetzt! Die Früchte sind tiefgefroren und entfalten ihren Geschmack dann beim auftauen auf Ihrer Zunge. Schokoladige Leckereien kommen, so wie sie sind, ins Eis und die restlichen Zutaten sind frisch. Es wird alles in eine große Eismaschine gefüllt und dort zerkleinert und gemixt. Und dann geht´s eiskalt ab in die Waffel. Die gibt es in mehrern Größen. So ist wirklich für jeden Geschmack und Appetit etwas dabei.
Seit diesem Jahr gibt es einen EISKALENDER und damit ein “Eis des Tages”. Über 365 Sorten hat sich das Team des Eiszauberers einfallen lassen! Aber wem das nicht gefällt, stellt sich halt seine eigene Lieblingssorte zusammen! Die Eiszauberei mit seinen kleineren Stationen am Markt in Rheinsberg und im Tierpark in Kunsterspring, zum Beispiel, haben bei gutem Wetter geöffnet! Ein Abstecher in die Eisfabrik lohnt sich auf jeden Fall und wird Ihre Vorstellung von Eis revolutionieren!
EIS-Zauberei Wolfgang Brasch e.K.
Kurt-Tocholski-Straße 36
16831 Rheinsberg
Tel.: 033921 – 72 40
Fax.: 033921 – 72 410