Artikel-Schlagworte: „Mecklenburg-Vorpommern“
1. Uckermärkische Bühnen: Sans, Souci. 
Termine: 11.05.2012 | 19:30
Ein heiteres Spiel um Leben und Tod Friedrich des Großen Buch und Regie: Susanne Ebert URAUFFÜHRUNG
Der Vorhang hebt sich für ein merkwürdiges Trio: Friedrich II., seine Lieblingsschwester Wilhelmine und den Tod. Dieser wartet am Sterbebett des großen Fritzen auf seine Seele, um sie in die Hölle zu verfrachten. Doch der himmlische Engel Wilhelmine (die schon 30 Jahre tot ist) tritt ihm entgegen. Zähneknirschend gewährt der Tod den Geschwistern eine Frist mit der Auflage, einige Stationen ihres Lebens noch einmal durchzuspielen, um vielleicht gewisse private, aber auch politische Entscheidungen zu korrigieren. Eine Komödie voll musikalischen Esprits, philosophischer Witzeleien und handfester Streitereien nimmt ihren Lauf.
Preise: 10,25 Euro
Veranstaltungsort:
Uckermärkische Bühnen Schwedt – intimes theater
Berliner Straße 46/48 16303 Schwedt
Tel: +49 (0)3332/538 111 Fax: +49 (0)3332/538 119
Email: mail(at)theater-schwedt.de
Webseite: http://www.theater-schwedt.de
2. 21. Rheinsberger Symposion zur fridericianischen Zeit
Termine: 12.05.2012 | 19:30
Mit Vorträgen über Friedrich den Großen und einem Konzert mit Werken von Friedrich im Foyer des Schloßtheaters Rheinsberg
Veranstaltungsort
Schloßtheater
Schloß Rheinsberg, 16831 Rheinsberg
Info/Kontakt
Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V.
Marstall 1 16831 Rheinsberg
Tel: 033931-7260 oder 033931-39007
Webseite: http://www.kunstverein-rheinsberg.de
3. Das Oderbruch als friderizianische
Kulturlandschaft”
Termine: 19.05.2012 | 19:00 - 21:00
Zu den größten Kolonisationslandschaften aus friderizianischer Zeit gehört das Oderbruch. Vor seiner Trockenlegung wohnte in dieser siedlungsfeindlichen Landschaft, die zweimal im Jahr mehr oder weniger stark überschwemmt wurde, eine zu den „Oderwenden“ gerechnete Bevölkerung, die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts an ihrer slawisch geprägten Sprache und Kultur festhielt. Zwischen 1747 und 1753 wurde diese Landschaft durchgreifend trockengelegt und danach mit außerpreußischen Kolonisten in 40 Dörfern neu besiedelt. Diese neuen Siedler und ihre Nachkommen haben aus dem hochwassergefährdeten Oderbruch eine blühende Agrarlandschaft gemacht, die bis heute fortbesteht. Referent: Dr. Reinhard Schmook Im Anschluss an den Vortrag führt der Referent die Gäste durch die neue Sonderausstellung im Schloss. Besondere Anmeldung ist nicht erforderlich.
Preise: 5,00 Euro
Veranstaltungsort
Teehäuschen/Schloss Freienwalde
Rathenaustraße 3 16259 Bad Freienwalde (Oder)
Tel: +49 (0)3344/3407 Fax: +49 (0)3344/300518 Email: schlossfreienwalde(at)kulturmol.de
Webseite: http://www.schloss-freienwalde.de
4. “L`Homme Machine – Der Maschinenmensch”
Termine: 25.05.2012 | 20:00
MULTIMEDIALE SZENISCHE AKTION VON GEORG KATZER – FASSUNG 2012 La Mettrie, Philosoph und Leibarzt Friedrich II. hatte beim Sezieren die Seele nicht gefunden und dachte sich den Menschen als eine, wenn auch sehr komplizierte Maschine. Georg Katzers multimediale szenische Aktion wurde als Auftragswerk der Musikakademie Rheinsberg in der Eröffnungsspielzeit des wiedererbauten Schlosstheaters uraufgeführt und ist die bisher erfolgreichste Uraufführungsproduktion der Musikakademie mit Gastspielen in Dresden, Bonn und beim Rossini Festival Bad Wildbad. Ein Gastspiel ist 2012 für München geplant. Georg Katzer montiert aus Originaltexten La Mettries eine hintergründig provokative Textfolge, die die Durchdringung des Lebens mit Technik thematisiert und mit eben diesen technischen Mitteln, einem hochvirtuos sprechenden und szenisch agierenden Kontrabassisten, Musikern und Darstellern sinnlich erfahrbar werden lässt.
Preise: 18,00 Euro ermäßigt: 15,00 Euro
Veranstaltungsort
Musikakademie Rheinsberg
Schlosstheater Rheinsberg 16831 Rheinsberg
Tel: +49 (0)33931-721-0 Fax: +49 (0)33931-721-13
Email: info(at)musikakademie-rheinsberg.de
Webseite: http://www.musikakademie-rheinsberg.de
5. 300 Flöten für Friedrich
Musikakademie Rheinsberg
Schlosspark Rheinsberg 16831 Rheinsberg
Tel: +49 (0)33931-721-0 Fax: +49 (0)33931-721-13
Email: info(at)musikakademie-rheinsberg.de
Webseite: http://www.musikakademie-rheinsberg.de
Weitere Veranstaltungen im Mai zu “Friedrich 300″ finden Sie unter:
http://friedrich300.eu/veranstaltungskalender-tmb/mai-2
http://www.musikakademie-rheinsberg.de
Viel Sparß beim erleben!

Quelle: Märkische Allgemeine, 01.09.2010
RHEINSBERG – Das Herz der Eiszauberei ist silbern und hat einen großen Hebel an der Seite. Ein Zug daran befördert das Eis in die Waffel, in jeder gewünschten Geschmacksrichtung. Mit 365 Sorten, für jeden Tag eine, wirbt die Eiszauberei. Das Geheimnis dieser Vielfalt sitzt in der Maschine. Sie mischt ein Basiseis mit Zutaten, die sich der Kunde aussucht.
Seit 20 Jahren verdient der Rheinsberger Wolfgang Brasch, Inhaber der Eiszauberei, sein Geld mit den Mischmaschinen. Begonnen hat alles mit einer Zeitschrift. „Geschäftsidee“ hieß die, und genau danach suchte Wolfgang Brasch im November 1989. Er entdeckte Whirla Whip, ein Franchise-Unternehmen aus den USA, das mit solchen Maschinen arbeitete. Brasch nahm Kontakt auf und wurde im Sommer 1990 Master-Franchisenehmer für Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Er bekam nicht nur eine Maschine, sondern auch das Recht, weitere Franchisenehmer zu gewinnen. Sein Geschäft entwickelte sich in den nächsten Jahren gut. Er übernahm weitere Gebiete, bis er 1994 der einzige Master-Franchisenehmer in Deutschland war.
Für Whirla Whip selbst lief es gleichzeitig offenbar nicht so gut. 1994 wurde die Deutschlandzentrale in Berlin aufgelöst, die Europazentrale in Österreich folgte kurz danach. Der Kontakt von Wolfgang Brasch zu der Firma riss ab. 1996 flog er spontan zu einer Messe nach New Orleans, um den Franchisegeber zu treffen – doch der war nicht da. Also setzten sich Brasch und seine Frau Viola in ein Taxi und suchten nach der Firmenzentrale – ohne Erfolg. Also machte er allein weiter, baute selbst Mischmaschinen. 1997 firmierte er zur Eiszauberei um.

An rund 70 Standorten in Deutschland stehen inzwischen seine Maschinen, fast ausschließlich bei Lizenzpartnern. Sie integrieren Maschine und Theke in ein bestehendes Geschäft, etwa ein Café oder ein Hotel. „Wir haben sogar ein Taxiunternehmen.“ Dessen Inhaberin hat ein kleines Eiscafé eröffnet, fährt aber nebenbei noch. Brasch hat die Eismaschine außerdem in 17 Länder exportiert. Meistens nur eine pro Land – außer in Russland. Dort gibt es über 100, die von einem lokalen Partner beliefert werden.
Fünf Mitarbeiter und drei Werksstudenten arbeiten in der Eiszauberei-Zentrale an der Rheinsberger Königsstraße. Dort werden die Maschinen montiert und die Büroarbeit gemacht. Das Basiseis lässt Brasch bei Partnern produzieren, nach eigenen Rezepten. Fünf Sorten gibt es, darunter ein Bioeis und eines für Diabetiker und Laktoseallergiker.
Auch die Maschinen hatten sich verändert, erzählt Brasch. Das US-Modell, das er im Mai 1990 kaufte, hatte Schwächen. „Da stimmte noch nicht alles.“ Er fand den Hebel zu schwergängig, den Rückstandsbereich nicht hygenisch. Also konstruierte er sie mit seinen Leuten um, und tauschte Teile aus. Selbst das Modell, das er heute vertreibt, findet er nicht perfekt. „Ich habe schon die nächste Maschine im Kopf.“ Erst mal aber muss Brasch etwas anderes entwickeln: Er will mehr Franchisenehmer gewinnen und setzt auf Existenzgründer. Denen will er ein fertiges Einrichtungskonzept für Eiszauberei-Cafés in drei oder vier Größen anbieten, je nach Laden und möglicher Mitarbeiterzahl. Prototyp soll das eigene Eiscafé an der Rheinsberger Königstraße werden.
Die Eiszauberei feiert in dieser Woche Jubiläum. Dazu gibt es Aktionen im Geschäft an der Königstraße. Am Sonntag, 5. September, ab 14 Uhr steigt dort ein Jubiläumsfest. (Von Carsten Schäfer)

Jubiläumsveranstaltung lockt vom 5. bis 8. August Millionenpublikum nach Rostock
Im 20. Jahr des maritimen Klassikers Hanse Sail werden vom 5. bis 8. August mehr als 230 Schiffe in Rostock und Warnemünde erwartet. Die Vielfalt der Traditionssegler und Museumsschiffe sowie Veranstaltungen soll auch in diesem Jahr ein Millionenpublikum in die Hansestadt locken. Mit dabei sind der mit 89 Jahren älteste noch aktive Windjammer „Sedov“, die in Kaliningrad beheimatete „Kruzenshtern“ und die 109 Meter lange „Dar Mlodziezy“ aus Polen. Newcomer sind die „Gulden Leeuw“ aus Holland, „Vega Gamleby“ aus Schweden, „Fiddlers Green“ aus Dänemark sowie der Dampfer „Shaarhörn“ aus Hamburg. Neben dem Partnerland Litauen präsentieren sich mit Berlin und Bremen erstmals zwei nationale Partnerländer. Viele Windjammer laden an Bord oder zu Mitsegeltörns ein.
Ein Höhepunkt der Hanse Sail ist die zweite Haikutterregatta. Dabei steuern 16 dieser in Dänemark gebauten Traditionssegler, der älteste darunter ist 100 Jahre alt, von Nysted kommend Warnemünde am Vortag der Sail an. Außerdem können Gäste auf der Silohalbinsel, an der sechs Koggenrepliken festmachen, die nachgestellte Hansezeit erleben. Im Bereich des Museumshafens auf der Haedgehalbinsel wird es eine interaktive Präsentation der Schifffahrtsmuseen des Ostseeraumes mit typischen Haffbooten in Aktion geben. Vom Fracht- und Fischereihafen in Marienehe aus starten Wasserflieger und Hubschrauber zu Rundflügen über die Stadt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Veranstaltung „Warnow in Flammen“, die erstmals die Feuerwerke in Rostock und Warnemünde miteinander verbindet.
An Land zaubern Riesenrad, Räucherfisch und Rockmusik Volksfestatmosphäre. Etwa ein Dutzend Ausstellungen laden zu einem Besuch ein. Unter dem Titel „Time Works” interpretiert Lennart Alves beispielsweise das Thema Meer in der Galerie „wolkenbank“ in Rostock. Im Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum wird die Ausstellung „One Sea – Four Stories“ gezeigt, die das gemeinsame kulturelle Erbe der Anrainerstaaten Schweden, Litauen, Polen und Deutschland thematisiert. Den Abschluss der Hanse Sail bilden wie bereits den Auftakt die Haikutter, die bei der Parade der Nationen am 8. August den vierzehn teilnehmenden Nationen mit Fahnen und Musik danken.
Weitere Informationen: www.hansesail.com
Die Hanse Sail lässt sich auch ideal als Tagesausflug von der Mecklenburgischen Seenplatte erreichen.

20 Jahre Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Geschrieben von Maxi am 8. Mai 2010 (Originalartikel)
In ihrer 20. Saison präsentieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern so viele Konzerte und so viele neue Spielstätten wie noch nie zuvor. Vom 13. Juni bis zum 12. September können Festspielbesucher 125 hochkarätig besetzte Veranstaltungen erleben. An insgesamt 89 unverwechselbaren Spielstätten, in Kirchen und Gutshäusern, in Klöstern und Schlössern, in Industriegebäuden oder Scheunen musizieren Künstler von Weltrang zusammen mit der Jungen Elite, den Stars von morgen.
Die Jubiläumskonzerte und die Junge Elite
Bereits einen Monat vor dem eigentlichen Saisonbeginn warten die Festspiele mit einem Konzertereignis der besonderen Art auf. Am 13. Mai findet anlässlich des 20-jährigen Bestehens der “Festspiele Mecklenburg-Vorpommern” ein Jubiläumskonzert im Staatstheater Schwerin statt. Dort wurden am 13. Mai 1990 mit einem Festakt die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern begründet.
Die diesjährige Jubiläumsveranstaltung wird zum Anlass genommen die “Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Stiftung” ins Leben zu rufen, deren Einnahmen beispielsweise zur Förderung der Nachwuchskünstler Junge Elite genutzt werden. Für den musikalischen Rahmen sorgen unter anderem das Schweriner Blechbläser-Collegium und der diesjährige Preisträger in Residence und Trompeter Gábor Boldoczki.
Mit 13 Konzerten prägt Gábor Boldoczki mit seiner Trompete entscheidend die Jubiläumssaison 2010, angefangen mit den drei Festkonzerten.
Gemeinsam mit Preisträgern wie Daniel Hope, Viviane Hagner und dem Fauré Quartett ist der Trompeter außerdem beim großen Wandelkonzert in Ulrichshusen zu erleben (24.07.) sowie zusammen mit der NDR Radiophilharmonie, Daniel Müller-Schott, Armin Mueller-Stahl und der Solistenpreisträgerin 2009 Alice Sara Ott beim Karneval der Preisträger im Rahmen des Picknick-Pferde-Sinfoniekonzerts in Redefin (04.09.).
Aus nah und fern
Ferner finden erneut hochkarätige Klangkörper den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern, darunter das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano, das WDR-Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov, die NDR-Radiophilharmonie, das NDR-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach sowie das Gstaad Festival Orchestra unter Maxim Vengerov.
Musik & Literatur
In den “Musik & Literatur”-Veranstaltungen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gastieren erneut bekannte Film- und Fernsehstars wie Ulrich Noethen, Martina Gedeck und Roger Willemsen. Außerdem rezitiert Altmeister Alfred Brendel eigene Gedichte in Ulrichshusen. Justus Frantz wartet mit einem Konzert in Wismar auf, Herbert Blomstedt leitet das Gustav Mahler-Jugendorchester in Neubrandenburg und das Kammerorchester Basel konzertiert zusammen mit der gefeierten Violoncellistin Sol Gabetta beim Beethoven-Fest unter Giovanni Antonini in Ulrichshusen. Geiger Gidon Kremer spielt Klaviertrios in der Schweriner Schelfkirche und für beschwingte Rhythmen sorgen Max Raabe & Palast Orchester im Land Fleesensee sowie Roger Cicero & Bigband in Schwerin.
Aus dem Programm:
Aus Mecklenburg-Vorpommern
In der Reihe Musik in Mecklenburg-Vorpommern ist Mahlers Sinfonie der Tausend mit Orchestern, Chören und Sängern aus dem Land zu erleben.
200. Geburtstag von Robert Schumann
Mark Padmore, Julian Prégardien und Lauma Skride sind Teil der Reihe Fokus Schumann zu Ehren des 200. Geburtstag des Komponisten.
Hope´s Music – die Tür zur internationalen Künstlerszene
Für Hope’s Music programmierte Daniel Hope, der künstlerischer Partner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, zahlreiche Konzerte und ermöglichte die Kooperation mit New Yorker Kulturinstitutionen wie der Carnegie Hall, der Juilliard School und dem Lincoln Center.
Klostertour und Sleeping Beauties
Die so genannte Klostertour mit sechs Konzerten in Klöstern im Nordosten verbindet altehrwürdiges Gemäuer mit neuen musikalischen Impulsen und präsentiert junge Künstler mit unkonventionellen Programmen, während die Sleeping Beauties-Reihe mit fünf Konzerten ihr Augenmerk auf schlafende Baudenkmäler legt, die es auch 20 Jahre nach Grenzöffnung noch wachzuküssen gilt.
Kleines Fest im großen Park
Als neue Veranstalterin des beliebten Kleinen Festes im großen Park präsentieren die Festspiele in diesem Jahr auch Kleinkunst im Ludwigsluster Schlosspark.
Karten für die Konzerte, das Programm der Saison sowie alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Auszug von Claus-Dieter Spey aus dem Magazin für Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern “Das blaue Paradies”:
Große Rundtour zwischen Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern
Der Tipp eines Bootsmannes im Müritzhafen Rechlin klang nach Seemannsgarn. “Steckt euch für alle Fälle ein Taschenmesser ein”, rief er zur Besatzung eines gerade ausgeliehenen Hausbootes. Die beiden Frauen und Männer sahen sich etwas verdutzt an. Schließlich wollten sie nicht zu einer Fahrt durch den Urwald aufbrechen, sondern nur einige Etappen der Großen Rundtour “Blaues Paradies” genießen.
Diese zieht sich im großen Kreis durch die schönsten Reviere Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Berlin, Potsdam, Brandenburg an der Havel Havelberg, Plau am See, Waren (Müritz), Fürstenberg, Liebenwalde und über Oranienburg wieder zurück nach Berlin.
Wer will, kann auf der rund 570 Kilometer langen, drei bis vier Wochen dauernden Tour ein faszinierendes Wechselspiel aus ursprünglicher Natur, romantischen Wasserstraßen und unterhaltsamen Landgängen erleben.
In dieser schönen Umgebung sollten Taschenmesser jedenfalls nicht zum Einsatz kommen, glaubte die in Rechlin gestartete Besatzung. Am Anfang klappte alles wunderbar. Zwar verschwand schon am Abend des ersten Tages an Bord der sorgsam ausgearbeitete Zeitplan in der Schublade. denn rasch bestimmten nur noch verträumte Buchten, der Lauf der Sonne oder verführerisch duftende Räucheröfen der Fischer am Wegesrand die Abläufe. Während die Frauen das Deck als Sonnenbank eroberten, kamen die Männer immer besser mit dem Hausboot zurecht. Selbst die anfangs als Herausforderung betrachteteten Schleusenfahrten klappten immer besser.
Schleusungen mit Hindernissen
Irgendwann machte sich Routine breit. In einer Schleuse in der Havelregion lief zunächst alles wie am Schnürchen. Tor auf, Einfahrt, Festmachen der Seile an den Pflöcken der Schleusenwand und Warten auf das Absenken. Mit einer benachbarten Bootsbesatzung entspann sich ein reger Austausch über die vielen Erlebnisse unterwegs. Mitten in der Schwärmerei nahm das Unheil seinen Lauf. Niemand kümmerte sich um das nachgeben der Seile entsprechend des sinkenden Wasserstandes. der Schleusenwärter gestikulierte zwar aufgeregt, aber da war es auch schon geschehen. Das Hausboot hing buchstäblich an den Seilen, die sich nicht mehr bewegen ließen. Mit jedem weiteren Zentimeter drohte die Bordwand auseinander zu reißen. “Ein Messer, schnell ein Messer”, lauetete das Kommando der Nachbarn. In Windeseile rannte einer der Hobbykapitäne in die Kombüse, raste zurück und konnte im letzten Augenblick das Seil noch durchtrennen. Bis auf einige Schrammen blieb kein ernsthafter Schaden zurück. Fortan steckte aber stets ein Taschenmesser in den Hosen der Besatzung, obwohl so eine Situation auf dem weiteren Törn nie weider auftauchte.
Bewegtbilder sollen Gäste mobiler machen
Neuer Multimedia-Kanal gibt Tipps für Touristen sowie für potenzielle Urlauber
Mit einem groß angelegten Multimedia-Projekt, das Internet- und Fernseh-Service verbindet, möchte Mecklenburg-Vorpommern touristisch noch stärker auf sich aufmerksam machen sowie Urlaubs- und Tagungsgäste vor Ort über Veranstaltungen und Sehenswertes informieren. Das vom Landestourismusverband federführend begleitete und von der Rostocker Mediadock GmbH umgesetzte Projekt mv-tourist.tv besteht zum einen aus einem TV-Magazin für Hotels und zum anderen aus der Internetpräsentation von 100 variabel einsetzbaren Info-Filmen über die Hauptthemen und -regionen des Urlaubslandes. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir uns ständig weiterentwickeln und attraktive Angebote schaffen. Über mv-tourist.tv schaffen wir ein Angebot, mit dem wir im Internet und in den Hotels einen neuen Service anbieten werden“, erklärte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, zu dem über sein Ressort geförderten Projekt. Der Gast werde direkt angesprochen, Freizeitangebote wahrzunehmen, seinen Aufenthalt auszudehnen und wiederzukommen.
Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, ergänzte: „Urlauber erhalten Tipps, die ihren Aufenthalt bereichern, und potenzielle Gäste des Landes können sich über Ausflugsziele, Geschichte, Kultur und Architektur informieren. Dabei kommt alles aus einer Hand und trägt eine Handschrift.“ Fischer unterstrich die immer größere Relevanz von Internetangeboten und Videoplattformen: Mehr als die Hälfte der Deutschen nutze das Internet zur Urlaubsplanung, bereits 15 Prozent informierten sich auf Videoplattformen. „Indem wir sowohl die Menschen ansprechen, die den neuen Medien zugewandt sind, als auch diejenigen, die sich auf traditionellem Wege informieren, erreichen wir mit einem Instrument die ganze Bandbreite unserer Gäste und eine neue Qualität im Marketing“, sagte Fischer.
Hotels können zwischen Standardvariante und eigenem TV-Programm wählen
Für das allen Hotels und Touristinformationen in Mecklenburg-Vorpommern bei Beteiligung an den Anschlusskosten zur Verfügung stehende TV-Magazin wird für jeden Wochentag eine einstündige Sendung produziert, die im Hausnetz als Schleife läuft. Während sich die touristischen Infofilme nach einer Woche wiederholen, werden Veranstaltungs- und Kulturtipps sowie Wettervorhersagen täglich aktuell eingespielt. Dabei geht das moderierte Magazin auf die regionalen Besonderheiten im Umfeld der einzelnen Hotelstandorte ein. Über diese Grundversorgung hinaus können Hotels gegen Bezahlung auch ein auf das Haus zugeschnittenes Programm beziehen, in das eigene Beiträge und Moderationen eingespeist werden können. Als erstes Hotel in Mecklenburg-Vorpommern testete das Hotel Neptun in Rostock-Warnemünde mv-tourist.tv. Mittlerweile sind fünf weitere Hotels in Rostock im Probelauf angeschlossen. „Das Angebot unterstützt uns bei der Gästebetreuung. Wir schaffen damit einen Mehrwert an Informationen über unser Haus und die Region für unsere Gäste“, erklärte Direktor Guido Zöllick.
100 vielseitig einsetzbare Filmbeiträge werden produziert
Als Grundlage für das TV-Magazin dienen 100 rechtefreie Filmbeiträge, die derzeit erstellt und anschließend auf der Internetseite des Tourismusverbandes dargestellt werden. Mit den vielfältig einsetzbaren Kurzfilmen soll Besuchern eine lebendige Vorstellung von Mecklenburg-Vorpommern und möglichen Urlaubsaktivitäten gegeben werden. Der Tourismusverband möchte die Filme neben dem Internet auch auf Messen und Präsentationen nutzen. Möglich ist zudem die Weitergabe an Interessierte wie zum Beispiel regionale und lokale Tourismusinstitutionen, Reiseveranstalter oder Regionalsender in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern. „Durch die rechtefreie Produktion und die Möglichkeit der Weitergabe erhöhen wir die Reichweite der Beiträge beträchtlich“, erklärte Bernd Fischer. Insgesamt liefern sechs in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Produktionsfirmen Beiträge zu.
Bis zum Jahresende sollen alle 100 Beiträge vorliegen. Auf der Internetseite www.auf-nach-mv.de sollen sie bereits ab dem Frühsommer nach und nach zu sehen sein. Das TV-Magazin für Hotels soll nach der Pilotphase in sechs Rostocker Hotels ebenfalls zur Hauptsaison endgültig an den Start gehen. Mehrere Hotels und Touristinformationen haben daran bereits Interesse bekundet bzw. Verträge geschlossen. Ziel der Mediadock GmbH ist es, das Format in rund 100 Hotels im Land zu etablieren. „Die Ausstrahlung des Magazins stärkt die Kundenbindung, denn je mehr ein Gast über sein Hotel und seine Urlaubsregion erfährt, desto stärker identifiziert er sich damit“, erklärte Mediadock-Geschäftsführer Thomas Böhm.
Viele der Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern bieten neben der Unterkunft auch die Möglichkeit, bei einem Aktivurlaub wieder aufzutanken und sich beim Golfen oder hoch zu Ross zu erholen.
Den Golfschläger schwingen können Gäste beispielsweise auf dem Grün des Schlosses Fleesensee. Der Golf & Country Club wartet mit fünf Golfplätzen mit mehr als 70 Löchern auf, auf denen vor der malerischen Kulisse des Schlosses Blücher geputtet werden kann. Wer das Golfen erst erlernen möchte, kann samstags um 12.00 Uhr bei einem kostenlosen Schnupperkurs mit Ex-Nationaltrainer Oliver Heuler feststellen, ob er Talent hat. Weitere Informationen: www.fleesensee.de
Dem Golfsport hat sich auch Schloss Teschow in der Mecklenburgischen Schweiz mit einem 18– Loch Meisterschaftsplatz, der Teil des 110 Hektar großen Golfparks ist, verschrieben. Aber auch für Gäste, die andere Aktivitäten dem Golfen vorziehen, hat das Fünf-Sterne-Hotel Arrangements zusammengestellt. Das Angebot „Erlebnisurlaub“ beispielsweise enthält neben 3 Übernachtungen im großzügigen Doppelzimmer auch eine Fahrt mit der Draisine durch die Mecklenburgische Schweiz, einen Besuch des Haustierparks in Lelkendorf oder eine Kanufahrt über die Peene, den Amazonas des Nordens.
Familien und Pferdefreunde heißt beispielsweise der Ferien- und Pferdehof Gut Klein Nienhagen willkommen. Östlich der Stadt Rostock empfängt der Ferienbetrieb mit 13 Ferienwohnungen auf einer 45.000 Quadratmeter großen Gutshofanlage seine Gäste, die hier neben Reitunterricht auch Seminare rund ums Pferd besuchen können. Wer sein Pferd im Urlaub nicht zu Hause lassen möchte, kann es ebenfalls auf dem Gut in einer Box unterbringen.
Aktivurlauber, die sich nicht allein für ein Schloss entscheiden möchten, schwingen sich nicht in den Pferde- sondern in den Fahrradsattel und erkunden gleich mehrere Herrenhäuser, beispielsweise auf der vom Tourismusverband zusammengestellten Rundtour. Sie führt über 140 Kilometer durch die Mecklenburgische Schweiz und verbindet Burg Schlitz, Schloss Schorssow, Schloss Ulrichshusen und viele weitere Herrenhäuser. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

Alle Jahre wieder…
Auch in diesem Jahr gibt es im Magazin “Seenland” wieder umfassende Informationen über die Veranstaltungen, Städte und Sehenswürdigkeiten der Mecklenburischen Seenplatte mit besonderer Zielsetzung auf den Wassersport und Aktivurlaub.
Das gewohnte Kartenmaterial der Gewässer Brandenburgs und Mecklenburg Vorpommerns ist natürlich auch wieder enthalten.
Dieses Mal wird zum Beispiel auf den Spuren Theodor Fontanes gewandelt, es geht um Camping, Angeln und Resorts sowie detaillierte Tourberichte von Urlaubern der Kleinseenplatte (Rheinsberg bis Neustrelitz). Wer genaue Informationen über die Landkreise der Region sucht, wird mit dieser A4-formatigen Hochgl87anz-Zeitschrift garantiert fündig! Die interssanten reisebezogenen Berichte und Themen überzeugen sowohl Bootsurlauber, als auch Hotelgäste und “Durchreiser“.
Das Journal ist direkt beim Verlag oder in den meisten Zeitschriftgeschäften für 5,90 € erhältlich und lohnt jeden Cent.
Viel Spaß beim Lesen!
Seit 15.April 2010 ist sie wieder verfügbar – die Edition 2010 der 1000SeenCard.
Die Erlebniscard für den Urlaub an Müritz & Mecklenburgischer Seenplatte wird auch in der Urlaubsaison 2010 wieder der Erlebnisplaner für alle, die im Land der Tausend Seen zwischen Lübz und Neubrandenburg, der Reuterstadt Stavenhagen und Waren (Müritz) – der Stadt am kleinen Meer oder den Residenzstädten Neustrelitz und Mirow inmitten der Strelitzer Kleinseenplatte Urlaub machen werden.
Wieder sind es mehr als 50 Angebote, die das Redaktionsteam von müritzonline – Region interaktiv mit der 1000SeenCard 2010 präsentiert.
50 Erlebnistouren an Müritz & Seenplatte – originell und …original!
Rund um die Müritz kann man auf dem Müritz-Radrundweg unterwegs sein und in Gasthof und Restaurant einkehren oder mit dem Müritz-Nationalpark-Ticket auf Touren mit dem Nationalpark-Bus und Ausflugsschiff der Weissen Flotte Müritz die schönsten Tage des Jahres genießen. Das Besondere ist – auch im Bus oder auf dem Schiff kann man das Fahrrad mitnehmen und ist so auch ohne das eigene Auto rundum mobil.
Die vorgestellten Angebotsofferten werden in vielen Fällen kombiniert mit einem reizvollen Bonus auf Eintrittskarten in Museen, Ausstellungen oder Spaßbad, Tickets zu open-Air-Event oder auf Ausleihgebühren für Rad oder Boot. Skippertraining, Golf- und Tennis-Schnupperkurse gehören genauso dazu wie Ausflugstouren auf dem SEGway-Zweirad, dem Quad oder Touren durch den Parcours eines Kletterwalds.
Ergänzt werden die Angebote durch die Fahrplan-Informationen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Bus und Regionalbahn oder auf den Schiffslinien auf Müritz und Tollensesee.
Die 1000SeenCard gilt auch in diesem Jahr wieder für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kindern, kostet 5,00 Euro und macht sich schnell bezahlt.
50 Erlebnisangebote für den Urlaub, da wird es garantiert niemandem langweilig an Müritz und Mecklenburgischer Seenplatte.
Alle weiteren Informationen und Ihre Online-Bestellmöglichkeit hier.
Verbandspräsident Löttge spricht sich für noch mehr innovative Projekte und Produkte aus
Klimaveränderungen und deren Folgen für die Tourismusbranche werden nach Auskunft des Präsidenten des Landestourismusverbandes innerhalb der Branche immer stärker thematisiert. “Bei Gästen und bei Gastgebern bemerken wir eine stärkere Sensibilität gegenüber diesen Themen und auch erste Anpassungen, die über die Umstellung auf erneuerbare Energieformen und energetische Sanierungen bis zu innovativen touristischen Produkten reichen”, sagte Mathias Löttge auf der Jahreskonferenz des im Herbst 2009 gestarteten Radost-Projektes (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste) in Schwerin, dessen Ziel es ist, das Wissen über Klimaveränderungen innerhalb verschiedener Bereiche zu stärken. “Verändern sich mit dem Klima die Bedingungen für Tourismus, wird die Tourismusbranche sich daran anpassen müssen”, so Löttge weiter. Dabei gehe es nicht allein um Aktivitäten zum Klimaschutz, sondern auch um Justierungen, die die Wirtschaftlichkeit touristischer Unternehmen für die Zukunft sichern.
Diese Prozesse zu steuern und zu moderieren, werde in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auch Aufgabe der Politik sein, erläuterte Löttge. Er verwies dabei unter anderem auf den neuen “Aktionsplan Klimaschutz Mecklenburg-Vorpommern” des Landes, in dem ein Kapitel dem Tourismus gewidmet ist, sowie auf die Fortschreibung der Landestourismuskonzeption, die in den nächsten Monaten vorgestellt werden soll. Laut Löttge ist die Auseinandersetzung mit Klimaveränderungen für touristische Unternehmen nicht allein aus Gründen des Klimaschutzes und aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus sinnvoll, sondern diene auch der Förderung des Images als Urlaubsland mit einem reichen und erlebbaren Naturschatz. Als Beispiel für einen innovativen Umgang mit dem öffentlich breit diskutierten Klimawandel nannte er das Projekt Waldaktie, welches der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und das Umweltministerium des Landes gemeinsam erfolgreich platziert haben (www.waldaktie.de).
“Das Klimabewusstsein der Urlaubsgäste wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen”, erklärte Löttge. Über innovative Pilotprojekte und Vorreiterrollen bei der Senkung des Energieverbrauchs könne sich Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbranche zukunftssicher machen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Destinationen herausarbeiten. Löttge sprach sich daher für eine zukünftig noch effizientere Abstimmung von Initiativen im Tourismus und Klimaschutz aus. “Eine Reihe interessanter Projekte sind dazu im Land bereits umgesetzt worden”, sagte er. So gäbe es in der Mecklenburgischen Seenplatte Hybrid-Yachten, die nur halb so viel Energie wie gewöhnliche Motorboote verbrauchen. Der Natur- und Umweltpark Güstrow, das Gut Dalwitz oder das Gutshaus Wietow bezögen ihre Energie aus regenerativen Quellen. “Immer mehr Hotels und Restaurants setzen ausschließlich auf Produkte aus der Region und sichern so umweltschonende kurze Transportwege. Und die 39 ECO-Campingplätze im Land engagieren sich für Ökologie und Qualität”, so Löttge, der als weiteres Beispiel die CO2-neutralen Tagungen anführte, die das beim Tourismusverband angesiedelte Tagungsbüro MeetMV anbietet.
Der Tourismusverband begleitet das auf fünf Jahre angelegte Radost-Projekt als Partner und unterstützt dieses über die Weitergabe und den Austausch von Informationen www.klimzug-radost.de.